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Worblentaler Rehkitzrettung im Einsatz

Vor dem Mähen werden die Felder mittels Drohnen gesichtet. (Fotos: zVg Rehkitzretter)

Wenn aktuell in den frühen Morgenstunden Drohnenpiloten an Worblentaler Feldrändern stehen und ihre Fluggeräte über ungemähte Felder fliegen lassen, ist mit grosser Wahrscheinlichkeit gerade die ehrenamtliche Rehkitzrettung aktiv. Mit ihrem Engagement leisten sie wertvolle Arbeit für Mensch und Tier.

Dank dem Rehkitzrettungsteam können die Bauern in unserer Region auch dieses Jahr unbeschwert ans Mähen ihrer Wiesen gehen und zahlreiche Tiere vor einem qualvollen Tod bewahrt werden. 

Beitrag zum Tierschutz
Jedes Frühjahr besteht die Herausforderung, Rehkitze vor dem Mähtod zu bewahren. Die Jungtiere werden von ihren Müttern im hohen Gras abgelegt und verharren bei Gefahr regungslos – eine Überlebensstrategie, die ihnen jedoch bei landwirtschaftlichen Arbeiten zum Verhängnis werden kann. «Um diesem Problem entgegenzuwirken, engagiert sich unser Verein aktiv in der Rehkitzrettung im Worblental», erzählt Raphael Guetg, der seit drei Jahren als Chef Rayon 2 des Jagd- und Wildschutzvereins Hubertus Bern amtet. Mit Hilfe von Drohnen mit Wärmebildkameras sowie dem Einsatz freiwilliger Helferinnen und Helfer, werden jährlich zahlreiche Tiere gerettet und damit ein wertvoller Beitrag zum Tierschutz geleistet. Landwirte können sich für den unentgeltlichen Service bei den Jägern melden.

Frühaufsteher am Werk
Wer im Rehkitzrettungsteam unterwegs ist, startet zeitig in den Tag, denn die Einsätze erfolgen in der Regel frühmorgens. Dies mit gutem Grund, denn die Kitze werden mit der Wärmebildkamera geortet und dabei gilt: Je frischer die Temperaturen, desto besser die Sicht.

Neue Drohne
Ein Rehkitz zu retten ist eine wichtige Aufgabe, die Arbeit jedoch zeitintensiv und das Flugmaterial teuer. «Im Jahr 2025 konnten wir mithilfe von Drohnen insgesamt 363 Felder abfliegen und dabei 55 Rehkitze sichern. Insgesamt wurden dafür 497 Mannstunden ehrenamtliche Arbeit zugunsten der Rehkitzrettung geleistet», fasst der passionierte Jäger und Wildschützer Raphael Guetg zusammen und ergänzt: «Dank der grosszügigen Unterstützung des Lions Club Bern, des Lions Club Bern-Bantiger sowie der Stiftung S. & B. Salzmann, die eine komplette Drohne gespendet haben, konnten wir im Frühjahr 2026 ein neues, fünftes Drohnenteam in unserem Rayon integrieren. Für diese wertvolle Unterstützung ist das Rayon 2 ausserordentlich dankbar».

cfr

Infobox

Für die Rehkitzrettung ist der Jagd- und Wildschutzverein Hubertus Bern, Rayon 2 auf Spenden angewiesen. Sämtliche Einsätze erfolgen ehrenamtlich, Spendengelder fliessen vollumfänglich in den Betrieb und Unterhalt der Drohnen. Wer die Arbeit der Rehkitzrettung im Worblental finanziell unterstützen möchte, kann dies via Twint 079 208 08 11 oder via QR-Code tun:

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