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«Ich habe keinen Grund, nein zu sagen»

Szene aus dem Cupspiel gegen YB. Goalie Magdalena Konzett und Verteidigerin Laura Aellig wehren sich erfolgreich gegen eine YB-Angreiferin. 

Sandro Raso ist seit fünf Jahren erfolgreicher Trainer der Frauen des FC Ostermundigen. Er erreichte mit seinem Team den Viertelfinal im Schweizer Cup, stieg 2021/22 in die 1. Liga auf und bewerkstelligte Ende der letzten Saison die Promotion in die Nationalliga B.

Die Frauen des FC Ostermundigen sind in der Tat erfolgreich unterwegs. Als Aufsteiger stehen sie vor Beginn der Rückrunde auf einem Nicht-Abstiegsplatz mit guten Aussichten, sich in der Tabelle weiter nach vorne zu arbeiten, denn seit sie sich an das höhere Tempo, die härteren Zweikämpfe und die technischen Ansprüche eine Liga höher gewöhnt haben, steigt die Formkurve. «Wir könnten und sollten den einen oder anderen Punkt mehr auf dem Konto haben», sagt Sandro Raso nach der Hinrunde und denkt da an die in den letzten Minuten noch verlorenen Partien und das Unentschieden gegen den Tabellenletzten FC Solothurn. «Mangelnde Erfahrung und Cleverness mögen mit ein Grund sein, dass wir ein paar Zähler haben liegen lassen», sagt Raso, doch mit den Leistungen ist der Erfolgs-Coach bisher durchaus zufrieden.

Gut vorbereitet
Auf die am Samstag, 19 Uhr, auf dem Oberfeld gegen den FC Wil beginnende zweite Saisonhälfte blickt der Trainer denn auch -voller Zuversicht. Ab 15. Dezember hatten die Spielerinnen drei Wochen frei, die ersten zehn Tage mit der Vorgabe, sich zu erholen und nichts zu tun, danach galt es mit einem vorgegebenen Programm sich wieder für die Rückrunde in Form zu bringen. Raso: «Kraft, Ausdauer und Intervalltrainings standen im Vordergrund, um sich eine Basis zu erarbeiten. Seit dem 5. Januar läuft wieder das dreimal wöchentliche Teamtraining.» Der FC Ostermundigen hat sich in der Winterpause nochmals verstärkt. Vom FC Sissach stossen die offensive Mittelfeldspielerin Svenja Zengaffinen und die eher defensive Mittelfeldakteurin Sarina Grieder zum FCO, beide mit Erfahrungen aus oberen Spielklassen, beim FC Solothurn und Zengaffinen gar in der Axpo Women’s Super League beim FC Aarau.

Bei der Qualität, die in der Equipe steckt, ist es verständlich, dass man sich nach der Angewöhnungszeit nach vorne orientieren will. «Gegen hinten können wir uns nur selbst ein Bein stellen. Wir müssen versuchen, mehr direkte Duelle gegen Tabellennachbarn für uns zu entscheiden und unsere Heimstärke noch besser zu nutzen. Ich bin überzeugt, dass wir vom spielerischen Potenzial her ins Mittelfeld gehören», so Raso.

Wie geht es weiter?
Sando Raso leitet das Team nun seit der Saison 2021/22 und es scheint, dass er auch am Saisonende weiterhin im Amt bleibt. «Wir sind im Team und im Staff ein Herz und eine Seele, alles klappte bisher hervorragend, egal, in welcher Liga wie spielten. Zusammen mit der Frauen-Sportchefin Ruth Imhof bin ich auch immer in Kontakt mit dem zweiten Team und dem Nachwuchs. Wir sind seriös auf dem Feld, haben es zusammen aber auch immer wieder neben dem Rasen sehr lustig. Die Chemie stimmt, also kann ich mir gut vorstellen, auch über das Saisonende hinaus Trainer der Frauen zu bleiben.»

Nach den ersten drei Spielen -erfolgt aufgrund des Einsatzes des Nationalteams eine Meisterschaftspause. Die Ostermundigen-Frauen nutzen diesen Unterbruch, um in einem Trainingslager in Marbella vor allem im taktischen Bereich zu arbeiten.

Pierre Benoit

Die Tabelle vor der Winterpause

1. Yverdon Sport FC, 15/43, 66:11
2. FC Sion Féminin, 15/32, 35:23
3. FC Winterthur, 15/31, 52:21
4. FC Schlieren, 15/29, 29:23
5. FC Wil 1900 1, 15/27, 38:25
6. FC Küssnacht am Rigi, 14/23, 27:23
7. FC Lugano, 15/17, 26:34
8. Etoile Carouge FC 15/17 16:35
9. FC Wädenswil 1, 15/12, 17:36
10. FC Ostermundigen, 15/11, 25:42
11. FC Oerlikon/Polizei ZH, 15/11, 19:29
12. FC Solothurn, 15/1, 6:54

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