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Gemeindemitteilungen Vechigen Woche 12

Chancen und Herausforderungen der Schulsozialarbeit – ein Besuch bei Anja Moser

Anja Moser ist seit viereinhalb Jahren Schulsozialarbeiterin in der Gemeinde Vechigen. Ihr Arbeitszimmer im Stämpbachschulhaus ist hell und einladend. In der Regel arbeitet sie dort zwei Tage pro Woche. Je einen halben Tag verbringt sie im Oberstufenschulhaus in Boll und im Schulhaus Utzigen. Die Gesamtschule Lindental besucht sie einmal im Quartal, die verschiedenen Kindergärten je nach Anfrage. 

Individuelle Beratung für jede Altersgruppe
Im Vordergrund ihrer Tätigkeit stehen Einzelberatungen von Kindern. Diese finden meist auf Wunsch der Kinder selbst oder auf Empfehlung der Lehrpersonen oder der Eltern statt. Die Themen variieren je nach Altersgruppe. In der Unterstufe stehen die Emotionsregulierung und das Verhalten im Vordergrund. Beispielhafte Themen sind die Konflikte unter Schülerinnen und Schülern oder das Ausschliessen und Plagen einzelner Kinder. In der Oberstufe verschieben sich die Themen hin zu Prüfungsangst, Leistungsdruck und Krisen. Der schnelle Wechsel der Themen zwischen den einzelnen Beratungen erfordert von Anja Moser ein schnelles Umstellen. 

Die vielseitige Rolle in der Schule
Nebst den Einzelberatungen arbeitet Anja Moser auch präventiv und intervenierend. Es gibt Peaks, zum Beispiel zu Beginn des Schuljahres, wenn es um den Klassenzusammenhalt geht. 
Ihre Arbeit zeichnet sich durch Vielseitigkeit und Abwechslung aus. Nebst ihrer Arbeit mit den Kindern schätzt sie den Austausch mit Lehrpersonen, Eltern und externen Stellen. Dennoch ist sie oft als Einzelkämpferin unterwegs. Der Austausch mit anderen Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeitern findet in geplanten Gefässen wie Supervisionen und selten spontan statt. 
Die Zusammenarbeit mit den Lehrpersonen, der Schulleitung und dem Sozialdienst Stett-
len-Vechigen funktioniert gut. Der regelmässige Austausch ist hilfreich und etwas, das sich Anja Moser über die letzten vier Jahre erarbeitet hat. 

Offene Türen für alle
Das Angebot soll niederschwellig sein. Anja Moser verbringt oftmals die grosse Pause draussen auf dem Pausenplatz, damit die Kinder sie wahrnehmen und direkt ansprechen können. Eine weitere Möglichkeit ist die Anmeldung über den Briefkasten im Schulhaus oder durch die Lehrpersonen und Eltern. «Die Offenheit aller Beteiligten ist spürbar», so Anja Moser. Die Schulsozialarbeit scheint von allen als eine unterstützende und nicht schambehaftete Stelle wahrgenommen zu werden. 
Für einige Kinder ist der Besuch bei der Schulsozialarbeiterin wichtig. Es ist für sie ein Ort der Ruhe und Entspannung – eine Auszeit, wenn sie sich in der Klasse nicht wohl fühlen, ein Ort an dem sie Dinge ansprechen und Fragen stellen können. Oft erhält Anja Moser auch Feedback von den Eltern, dass ein Thema Anklang gefunden hat oder etwas in Gang gesetzt wurde. Dies bereitet ihr Freude. Allerdings sind die Folgen ihrer Gespräche nicht immer sichtbar, da die Wirkung vielleicht erst später im Leben sichtbar wird. 

Vision für die Zukunft
Dennoch möchte Anja Moser ihren Job nicht tauschen. Sie hat nach wie vor grosse Freude an ihrer Arbeit. Für die Zukunft wünscht sie sich, dass vielleicht auch neue Ideen und Formen Einzug in die Schulsozialarbeit finden würden. «Mit Einzelgesprächen komme man zum Teil an eine Grenze», sagt sie. Um das Verhalten anzupassen, wäre eine Begleitung dieser Kinder innerhalb der Klasse während des Unterrichts durch Leute mit sozialpädagogischem Hintergrund wertvoll. Anja Moser fehlen dafür die zeitlichen Ressourcen. Sie sagt: «In diese Richtung würde es sich sicher lohnen, weiterzudenken».
Anja Moser weiss, dass das Erfolgsrezept für das Wohlbefinden der Schülerinnen und Schüler immer auch ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren ist. Es freut sie, als Schulsozialarbeiterin einen Teil dazu leisten zu können. Ihr ist es wichtig, darauf hinzuweisen, dass es sich lohnt, den Mut zu finden und sich früh genug bei ihr zu melden, wenn Eltern, Kinder, Jugendliche oder Lehrpersonen an Grenzen stossen.  

Einwohnergemeinde Vechigen

Förderung von Kultur, Erwachsenenbildung und Freizeit

Die Kulturkommission fördert kulturelle Aktivitäten, Angebote der Erwachsenenbildung und Projekte der Freizeitgestaltung in unserer Gemeinde.

Im Rahmen des bewilligten Budgets können Beiträge gesprochen werden:

– zur Koordination und Bereitstellung von Programmen in den Bereichen Kultur, Erwachsenenbildung und Freizeitgestaltung in der Gemeinde

– an einzelne Projekte oder öffentliche Veranstaltungen in den Bereichen Kultur, Erwachsenenbildung und Freizeitgestaltung

Förderungsfähig sind Vorhaben, die im weiteren Sinne im Interesse der Gemeinde liegen, Teil eines vielfältigen Angebotes sind und ohne Gewinnabsicht realisiert werden.

Die Unterstützung kann in Form von Defizitgarantien, Starthilfen oder Beiträgen erfolgen. Voraussetzung ist ein schriftliches Gesuch, dem folgende Unterlagen beizulegen sind: 

– eine vorstellende Beschreibung des Antragsstellers
– ein Projektbeschrieb, ggf. mit Programm
– ein Budget bzw. einen Finanzierungsplan

Die Gesuche sind bis Freitag, 27. März 2026 bei der Kulturkommission Vechigen, Kernstrasse 1, 3067 Boll, einzureichen.

Einwohnergemeinde Vechigen
Kulturkommission

Venezianische Klänge in der Kirche Vechigen

Matteo Pastorello, Orgel

Freitag, 20. März 2026, 19.30 Uhr (Türöffnung 19.00 Uhr), Kirche Vechigen

Dank des Handelns mit Stoffen und Gewürzen erlebte Venedig bis Ende des 15. Jahrhunderts eine goldene Zeit. «La Serenissima» (die Erhabene), wie die Stadt genannt wurde, dominierte jahrhundertelang dank ihrer See- und Wirtschaftsmacht grosse Teile der Adriaregion bis zum Schwarzen Meer.

Nach der Entdeckung Amerikas, welche die Seewege nach Osten plötzlich nicht mehr rentabel machte, und den Pestepidemien von 1575 und 1630, die insgesamt 130.000 Todesfälle verursachten, versank die «schwimmende Stadt» in eine Phase der Dekadenz.

Doch das 17. Jahrhundert wurde für die verschiedenen Künste in Venedig eine Blütezeit. Neben grossen Malern wie Tintoretto, Veronese, Canaletto und Tiepolo, schaute ganz Europa auf das venezianische Musikpanorama. Das Concerto italiano weckte durch Komponisten wie Vivaldi oder Marcello die Aufmerksamkeit grosser Meister wie Johann Sebastian Bach, der mehrere Werke venezianischer Komponisten für Tasteninstrumente bearbeitete. 

Die Magie der barocken und spätbarocken venezianischen Musik, «die zwischen Meer und Himmel schwebt», lebt am Freitag, 20. März in der Kirche Vechigen dank den Orgelklängen von Matteo Pastorello, Kirchenmusiker der reformierten Kirchengemeinde Köniz, wieder auf. Im Programm stehen Orgelwerke von
Vivaldi, Marcello, sowie Gabrieli und Valerj.

Eintrittspreise:
Erwachsene CHF 20.–
Jugendliche ab 16 Jahre CHF 10.–
Kinder gratis

Reservationen (freie Platzwahl):
T 031 838 00 22 (Gemeindeverwaltung, Präsidialabteilung) oder kultur@vechigen.ch

Wir freuen uns auf Ihren Besuch! 
Kulturkommission Vechigen