Bis 2 kg Pilze pro Person pro Tag dürfen im Kanton Bern gesammelt werden
Die Pilzkontrolle hat wieder geöffnet und hilft, dass keine ungeniessbaren oder gar giftigen Exemplare gegessen werden. Aber schiessen die Pilze nach dem Hitzesommer überhaupt noch aus dem Boden?
Seit Anfang August stehen die Worblentaler Pilzkontrollen wieder zur Verfügung. Witterungsbedingt gibt’s noch wenig zu tun, dies kann sich jedoch schnell ändern. «Sobald es regnet, dauert es rund zwei Wochen, dann schiessen zahlreiche Pilzsorten aus dem Boden», sagt Vreni Knutti vom Pilzverein Ostermundigen auf Anfrage der Bantiger Post. «Sogar wenn der Regen noch länger ausbliebe, würden die Pilze nicht gleich zugrunde gehen», führt die Pilzexpertin aus.
Tauschhandel
Was wir im Wald als «Pilz» mit Hut und Stiel sehen, ist nur der Fruchtkörper. Ein Pilz besteht aus einem weit verzweigten Geflecht feiner Pilzfäden im Boden, dem sogenannten Myzel. Verschiedene Pilze wie Eierschwämme, Steinpilze oder Trüffeln bilden eine enge Lebensgemeinschaft mit Bäumen. Dabei umhüllt oder durchzieht das Myzel die feinen Baumwurzeln. Was unangenehm klingt ist in Tat und Wahrheit ein Win-Win. Die Pilze versorgen die Bäume mit wertvollen Nährstoffen und Wasser und erhalten im Gegenzug Zucker. Da sie je nach Sorte unterschiedliche Baumpartner bevorzugen, schauen erfahrene «Pilzler» oft auch auf die Baumarten. Ob geübt oder neu beim Sammeln – wichtig ist es, den Fund von Fachleuten prüfen zu lassen. Mehr dazu auf Seite 10. cfr