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Worblentaler «Gymeler» reisen ans WYEF nach China

Ava Trümpler, Cécile Halter, Aryaan Neuhaus und Gabriel Liechti haben sich qualifiziert

Im Juli reist eine Schülergruppe aus dem Gymnasium Neufeld ans World Youth Economic Forum nach China. Für die Reise haben sich auch vier Jugendliche aus Bolligen, Ittigen und Stettlen qualifiziert. Bevor das Abenteuer beginnt, liegt noch einiges an Arbeit vor ihnen.

Das erste Mal hatte eine Schülergruppe aus dem Gymnasium Neufeld 2014 die Gelegenheit, am World Youth Economic Forum (WYEF) in China teilzunehmen und spannende Einblicke ins Reich der Mitte zu gewinnen. Daraus hat sich mittlerweile schon beinahe so etwas wie eine Tradition entwickelt, denn mit Ausnahme der Pandemiejahre wurde seither jedes Jahr eine Studienreise nach China organisiert und es soll sogar Schülerinnen und Schüler geben, die explizit ans Gymnasium Neufeld wollen, weil sie darauf hoffen, selbst nach China mitreisen zu können. Auch wenn das Gymnasium Neufeld in jedem Fall eine gute Wahl darstellt – garantiert ist die Teilnahme am WYEF nicht, denn pro Schuljahrgang sind es maximal 14 Jugendliche, die sich mit der Studiengruppe nach China begeben dürfen.

Qualifikationsverfahren
Die begehrten Plätze werden dabei nicht per Losverfahren vergeben, sondern müssen in einem Qualifikationsverfahren erarbeitet werden. Grundsätzlich kommt nur in die enge Auswahl, wer Wirtschaft und Recht entweder als Schwerpunktfach oder Ergänzungsfach belegt. Zudem müssen die Motivation und Eignung stimmen. Alle Kandidierenden haben ein Bewerbungsschreiben einzureichen, müssen sich in einem Assessment behaupten und über einen guten Notendurchschnitt verfügen, erläutert Gymnasiallehrer Alexander Stämpfli, der die Hauptverantwortung für die diesjährige Organisation trägt und bereits zum dritten Mal eine Gruppe nach China begleiten wird – ein Einsatz von Seiten der Lehrkräfte, die alles andere als selbstverständlich ist. 

«Die Chinareise ist schullaufbahnprägend und fördert mit dem Austausch vor Ort eine differenzierte Denkart.»

Prägendes Erlebnis
Auswahlverfahren und Organisation sind aufwändig und finden – wie auch die knapp dreiwöchige Studienreise selbst – während der unterrichtsfreien Zeit statt. Bislang hätten sich immer zwei Personen aus der Fachschaft Wirtschaft und Recht gefunden, die die Gruppe begleiteten und auch auf die diesjährige Reise freue man sich wiederum sehr, erzählt Alexander Stämpfli und ergänzt: «Die Chinareise ist schullaufbahnprägend. Sie bildet eine wunderbare Ergänzung zu dem, was den Schülerinnen und Schülern gemäss Lehrplan vermittelt wird und fördert mit dem Austausch vor Ort eine differenzierte Denkart».

Arbeitserfahrung vor der Reise
Unter den 14 «Gymeler», die sich für die Studienreise 2026 qualifiziert haben, sind mit Ava Trümpler, Cécile Halter, Aryaan Neuhaus und Gabriel Liechti auch vier Teenager aus dem Worblental mit dabei. Bevor es im Juli losgeht, sind sie und die anderen aus der Gruppe nun gefordert, Geld zur Reisefinanzierung zu verdienen. 

Dem Gymnasium Neufeld ist es sehr wichtig, dass auch Jugendliche aus Familien mit kleinem Budget mitreisen können. Alle Teilnehmenden legen für sich selbst fest, ob die eigene Familie 3000 oder 4000 Franken beisteuern kann oder ob sie ein Stipendium benötigen. Ein Teil der Kosten wird zudem durch Institutionen wie z.B. die Bonny Stiftung für die Freiheit und die Burgergemeinde Bern getragen und einen weiteren Teil müssen die Jugendlichen selbst erarbeiten. Hierbei spielt es keine Rolle, wer wieviel Geld aus der Familienkasse beigetragen hat. Alle arbeiten gemeinsam mit, schreiben Stiftungen an, verdienen Geld mit Ständen an Märkten und betreiben eine Spendenseite, über welche als Goodies unter anderem Produkte aus China, persönliche Reiseberichte oder eine exklusive Unternehmenspräsentation nach der Chinareise bezogen werden können.

Bern trifft China 2026
Am 21. Juli soll der Flug nach Chongqing, der grössten Stadt der Welt, starten. Nach zwei Tagen Aufenthalt in der riesigen Industriestadt am Yangtze River führt die Reise mit dem Zug nach Peking und Ende Juli nach Shanghai weiter. Hier findet vom 29. Juli bis 3. August das WYEF und damit das wirtschaftliche Herzstück der Studienreise statt. Zudem stehen verschiedene Unternehmensbesuche auf der Agenda. Zum Abschluss führt die Route schliesslich nach Shenzhen und Hongkong, wo weitere Unternehmensbesuche anstehen. Mit reich gefülltem Erfahrungsschatz und klimakompensierten Tickets ist am 8. August der Rückflug in die Schweiz angesetzt und bereits einige Tage später starten die Teilnehmenden in ihr letztes Gymjahr am Neufeld.

cfr

Infobox
Weitere Infos zu Projekt, Goodies und Spendemöglichkeiten finden sich via Website wyef.ch

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