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Bei Wind und Wetter für den Verkehr im Einsatz

Mit viel Engagement sorgen Larissa und Jonathan Tschanz für sichere Verkehrsabläufe

Sie stehen frühmorgens an Kreuzungen, sichern Baustellen und behalten auch im grössten Verkehrschaos den Überblick. Die Verkehrsreglerinnen und Verkehrsregler von Verkehr Security leisten täglich unsichtbare aber unverzichtbare Arbeit und dies oft unter anspruchsvollen Bedingungen.

Wer morgens in Stettlen an der Baustelle vorbeifährt, hat sie vielleicht schon gesehen. Mit klaren Handzeichen sorgen Verkehrsreglerinnen und Verkehrsregler dafür, dass Autos, Lastwagen und Fussgänger sicher an den Arbeiten vorbeikommen. Die Firma Verkehr Security hat sich in den vergangenen zehn Jahren stark entwickelt und ist von ursprünglich zehn auf heute rund 70 Teilzeitmitarbeitende gewachsen. Hinter diesem Wachstum stehen Menschen mit viel Erfahrung, Organisationstalent und einer gehörigen Portion Durchhaltewillen. Präsident und Geschäftsführer Jonathan Tschanz sowie Larissa Tschanz aus Disposition und Personalwesen geben Einblick in einen Beruf, der oft unterschätzt wird.

Mehr als nur «Stop und Go»
Für viele beginnt der Kontakt mit dem Verkehrsdienst auf der Strasse. Doch die Arbeit geht weit darüber hinaus. «Wir sind bei Baustellen, Einbahnregelungen, Sperrungen und Umleitungen im Einsatz», erklärt das Team. Dazu kommen Parkplatzdienste bei Festen, die Sicherung von Bahnübergängen sowie Aufgaben wie Parkplatzeinweisungen und Parkplatzüberwachung. 

Der Tag von Jonathan Tschanz startet häufig im Büro mit der Planung der Einsätze. Die Schichten der Mitarbeitenden im Aussendienst dauern typischerweise von 7 bis 17 Uhr, können je nach Auftrag jedoch deutlich länger gehen. Neben der Arbeit draussen braucht es viel Koordination im Hintergrund. Offerten werden erstellt, Einsätze geplant, Ruhezeiten gemäss GAV eingehalten und der Personaleinsatz laufend überwacht. «Der Bürojob ist alles andere als 08/15», sagt Jonathan Tschanz.

Ein wichtiger Pfeiler der Arbeit ist die enge Zusammenarbeit mit Behörden und Partnern. Besonders mit der Kantonspolizei, der Emmentalbahn und weiteren Bahnunternehmen arbeitet Verkehr Security regelmässig zusammen. Das Unternehmen ist primär im Kanton Bern tätig, übernimmt aber auch Einsätze in anderen Kantonen. Ein- bis zweimal pro Jahr führt ein Auftrag das Team sogar nach Deutschland. Die Nachfrage nach Verkehrsdiensten nimmt kontinuierlich zu, besonders im Frühling und Herbst sind sie stark gefordert.

«Zwischen Baustelle und Feierabendverkehr behalten sie den Überblick.»

Die grössten Herausforderungen im Alltag
Der Berufsalltag bringt vielfältige Herausforderungen mit sich. Besonders gefordert sind Verkehrsreglerinnen und Verkehrsregler bei komplexen Verkehrssituationen, hohem Verkehrsaufkommen oder bei Einsätzen mit Schwertransporten. Hier gilt es, den Überblick zu behalten und den Verkehr sicher und flüssig zu führen. 

Im täglichen Einsatz treffen die Verkehrsregelnden auf unterschiedliche Reaktionen der
Verkehrsteilnehmenden. Dafür braucht es Ruhe, Erfahrung und ein gewisses Durchhaltevermögen. Gleichzeitig erlebt das Team auch viel Wertschätzung. Immer wieder gebe es Menschen, die sich bedanken oder spontan einen Kaffee vorbeibringen. «Diese positiven Momente überwiegen für mich und bleiben besonders hängen», erzählt Larissa Tschanz.

Das Team erzählt, dass die Einsätze beim Zytglogge in Bern zu den besonderen Herausforderungen zählen, etwa wenn Tramfelgen renoviert werden. In solchen Situationen müssen die Verkehrsregelden die Fahrzeiten im Kopf haben, um im richtigen Moment korrekt zu winken und den Verkehr sicher zu führen. Ähnlich anspruchsvoll ist die Bahnsteigsicherung, bei der die Einsatzkräfte jederzeit genau wissen müssen, wann der nächste Zug einfährt.

Draussen für die Sicherheit
Wer diesen Beruf ausübt, muss wetterfest sein. Die Verkehrsreglerinnen und Verkehrsregler stehen oft stundenlang draussen bei Kälte, Hitze oder strömendem Regen. Unterstellen oder kurz pausieren ist im Einsatz meist nicht möglich. Trotzdem schätzen viele die Arbeit im Freien und den direkten Kontakt mit Menschen. Kinder, die interessiert zuschauen, oder ältere Personen, die spontan ein Gespräch beginnen, gehören zu den schönen Momenten im Alltag.

Jonathan und Larissa Tschanz wünschen sich vor allem mehr Aufmerksamkeit und Verständnis im Strassenverkehr. Oft genüge bereits ein Moment Geduld, um die Situation für alle Beteiligten sicherer zu machen. Ihre Aufgabe ist es, Sicherheit zu gewährleisten und den Verkehrsfluss aufrechtzuerhalten. Damit das gelingt, braucht es die Rücksicht und Kooperation aller Verkehrsteilnehmenden. tpa 

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