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«Ich bin ein Landei»

Bodenständig und nahbar: Schlagersängerin Patricia Mathys {Bild: zvg)

Im Gespräch mit der Schlager-Lady Patricia Mathys über ihr jüngstes Album, ihre grosse Liebe – und ihren TV-Auftritt im Samschtig-Jass.

Nach 25 Jahren auf der Bühne ist für die Schweizer Schlagersängerin Patricia Mathys eines in Stein gemeisselt: Die Musik ist und bleibt ein zentraler Bestandteil ihres Lebens. «Schon als Kind habe ich überall gesungen – im Auto, unter der Dusche, einfach immer», steht in ihrer Biografie. Aufgewachsen in Wyssachen im Oberaargau, begleitete sie die Musik von klein auf – oft auch im Duett mit ihrem Vater.

«Es ist ein Privileg, auf dem Land zu wohnen, und dennoch stadtnah zu sein.»

Patricia Mathys

Im Mai 2000 stand Patricia Mathys erstmals auf der Bühne, gemeinsam mit bekannten Grössen der Schlagerszene. Es war der Beginn einer Karriere, die ihr zahlreiche Auftritte im In- und Ausland bescherte. Bereits 2006 folgten prägende Meilensteine: die Teilnahme an der Schweizer Vorausscheidung zum Grand Prix der Volksmusik sowie ein Auftritt im beliebten Musikantenstadl. Im selben Jahr erschien auch ihr Debütalbum «Irgendwann geschieht ein Wunder», komponiert und produziert vom Liedermacher Charly Bereiter. Es folgten weitere Alben, Auszeichnungen und viele Fernsehauftritte.

2007 gewann die Sängerin als erste Schweizer Interpretin den Alpen Grand Prix im italienischen Meran in der Sparte Schlager, 2011 wurde sie mit dem kleinen Prix Walo ausgezeichnet. Seither hat sie vier Alben veröffentlicht –
darunter auch ruhigere Phasen erlebt, die sie und ihr Schaffen ebenso prägten.

Die Musikerin lebt heute mit ihrem Mann Andreas und Hündin Lilly auf einem idyllischen Bauernhof in Vechigen, wo sie seit fast 20 Jahren zu Hause ist. Andreas ist hier aufgewachsen, kennengelernt haben sich die beiden 2006 bei Mathys’ Auftritt am örtlichen Füürwehr-Fescht. Die ländliche Herkunft habe ihren Weg als Künstlerin nicht immer einfacher gemacht. «Man kannte das nicht – und ich musste mir meinen Weg schon auch erkämpfen.» Dennoch würde sie das Leben auf dem Land nie eintauschen. Es sei ein Privileg, ländlich zu wohnen und dennoch stadtnah zu sein: «Ich bin ein Landei und das werde ich wohl auch bleiben.»

Neua(n)fang mit Klammer
Mit ihrem vierten Album «Neua(n)fang», das am 12. September 2025 pünktlich zu ihrem 25-jährigen Bühnenjubiläum erschienen ist, schlägt Patricia Mathys bewusst ein neues Kapitel auf. Über ein Jahr arbeitete sie dafür mit ihrem Produzenten Urs J. Guggisberg zusammen. Es ist ihr bisher persönlichstes Werk: Zu mehreren der insgesamt 14 Songs schrieb sie die Texte selbst oder wirkte daran mit. Erstmals finden sich darauf acht Titel auf Mundart, ergänzt durch Lieder im klassischen, vertrauten Schlagerstil. «Neua(n)fang» ist so zugleich ein Auftakt, der die Bernerin noch näher an ihre Wurzeln und an ihr Publikum führt.

Bodenständige Bühnenpräsenz
Neben der Bühne war Patricia Mathys auch im Fernsehen präsent. Seit 2010 moderierte sie verschiedene Musikformate auf lokalen Sendern und führte durch zahlreiche Konzert- und Musiksendungen. Ob Musig-Stubete oder Altstadtkonzert – sie verbindet Moderation und Musik ebenso selbstverständlich.

Aktuell steht ein grosser Auftritt bevor: Im «Samschtig-Jass» präsentiert sie ihr neues Lied «Gloub a di», begleitet vom Jodlerklub Huttwil im Bären Dürrenroth. Ein besonderer Moment, der vieles vereint – Musik, Herkunft und eine Haltung, die über all die Jahre dieselbe geblieben ist.

Barbara Marty

TV-Tipp
«Samschtig-Jass» am Samstag, 7. März, 18.40 Uhr, auf SRF 1 – mit Patricia Mathys.

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