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Pilotprojekt bringt schnellere Rettungseinsätze 

Die Rettungsequipe bereitet im Einsatzfahrzeug einen Patienten für den Transport vor

Ein neuer 24/7-Rettungsdienststandort stärkt die Versorgung im Osten von Bern.

Bei medizinischen Notfällen im Osten von Bern kann die Sanitätsnotrufzentrale SNZ 144 Bern seit dem 1. Oktober 2025 ein näher gelegenes -Rettungsmittel alarmieren: Im Feuerwehrmagazin Ostermundigen betreibt der Rettungsdienst Bern neu einen rund um die Uhr besetzten Rettungsbetriebsstandort. Das Pilotprojekt erleichtert die Einhaltung der kantonalen Hilfsfrist von maximal 15 Minuten – und verbessert die Versorgung in Ostermundigen, Bolligen, Ittigen, Stettlen und Vechigen sowie im Osten der Stadt Bern. «Für uns ist das ein Meilenstein», sagt Dr. Meinrad Lienert, Kommandant Rettungsdienst Bern. «Es ist das erste Mal in der Geschichte des Rettungsdienstes, dass wir ausserhalb der Stadt Bern eine Rettungswache betreiben. Damit verkürzen sich die Wege deutlich – und das ist in der Notfallversorgung entscheidend.» Die SNZ 144 Bern vermittelt bei dringenden Einsätzen stets das geografisch nächstgelegene und bestgeeignete Rettungsmittel.

Schnellere Hilfe für fünf Gemeinden
Bislang wurden Einsätze im Osten des Einsatzgebiets primär vom Hauptstützpunkt an der Murtenstrasse bedient. Die Analyse der Interventionszeiten zeigte jedoch: Die Wege waren lang, Verkehrsaufkommen bremste, Hilfsfristen wurden teilweise ausgereizt. Mit dem neuen Standort kann die SNZ 144 Bern ein Rettungsmittel aus unmittelbarer Nähe disponieren. Konkrete Minutenangaben kommuniziert Schutz und Rettung Bern (SRB) nicht – spricht aber von einer «klaren Verbesserung für die Bevölkerung im Osten von Bern».

«Der neue Rettungsdienst-Standort ist eine sehr gute Sache und ermöglicht eine noch schnellere Versorgung.»

Aliki Panayides, Vize-Gemeindepräsidentin

Ressourcen optimal genutzt
Der Standort im Feuerwehrmagazin konnte mit minimalem Aufwand eingerichtet werden. Die Infrastruktur teilen sich bereits die Berufsfeuerwehr Bern und die Feuerwehr Ostermundigen. Für den Rettungsdienst bedeutet dies:

•  24/7-Präsenz einer Rettungsequipe
• Verlagerung einer Rettungs-equipe mit einem Rettungs-wagen vom Hauptstützpunkt ohne zusätzliche Kosten für den Rettungsdienst Bern
• keine Kosten für die Gemeinde Ostermundigen
• für den 24-Stunden-Betrieb wird eine Wohnung im Gebäude genutzt

Auch in Ostermundigen fällt die Resonanz positiv aus: «Der neue Rettungsdienst-Standort ist eine sehr gute Sache und ermöglicht eine noch schnellere Versorgung», zeigt sich Aliki Panayides, Vize-Gemeindepräsidentin, erfreut.

Pilotphase bis Ende 2026
Ob der Standort dauerhaft bestehen bleibt, entscheidet SRB nach der Pilotphase – basierend auf Einsatzaufkommen, Hilfsfristen, Betriebsabläufen und Rückmeldungen der Gemeinden. Externe Auswertungen sind derzeit nicht vorgesehen; der Rettungsdienst führt keine gemeindespezifischen Einsatzstatistiken. Denkbar seien weitere Satellitenstandorte, konkrete Planungen bestehen aber keine.

Schutz und Rettung Bern
Der Rettungsdienst Bern ist per kantonalem Leistungsauftrag für die rettungsdienstliche Versorgung der Stadt Bern sowie 37 Vertragsgemeinden zuständig. Hauptstützpunkt ist die Murtenstrasse 111 in Bern, ergänzt durch Tages-Warteräume in Belp und Schönbühl. Diese dezentrale Verteilung ist essenziell, um die Vorgabe zu erfüllen: 90 Prozent der Einsätze innerhalb von maximal 15 Minuten.

Barbara Marty

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